Städtebauliches Leitbild für das Hafenareal wurde vorgestellt

Die überwältigende Zahl von rund 600 Harderinnen und Harder folgten der Einladung der Gemeinde am 19. März in den Spannrahmen, wo erstmals das Städtebauliche Leitbild für das Hafenquartier öffentlich präsentiert wurde. Dieses ist für Hard ein wichtiges Instrument der Zentrumsentwicklung und macht konkrete Vorgaben zur räumlichen Entwicklung im Bereich des Hafenquartiers.

Am 19. März 2019 wurde im Spannrahmen in Hard erstmals das neue Städtebauliche Leitbild für das Hafenareal öffentlich präsentiert.

Etwas mehr als ein Jahr dauerte der Prozess für das nun vorliegende Leitbild. Die Grundlage dafür bildeten die im Räumlichen Entwicklungskonzept (REK) von 2016 festgelegten Schwerpunkte zur gestalterischen und ökologischen Aufwertung der vorhandenen Freiflächen, der Ufer- und Hafenbereiche wie auch des in die Jahre gekommenen Strandbads in Hard. „Mit dem Städtebaulichen Leitbild haben wir nun eine gute und breite Basis für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Entwicklung des zukünftigen Lebens am See“, freut sich Bürgermeister Harald Köhlmeier über diesen wichtigen Meilenstein in der Hafenentwicklung in Hard.

Von Natur- bis Aktivraum
Das Hafenareal wird dabei in fünf Teilgebiete unterteilt, die sich durch jeweils unterschiedliche Nutzungsschwerpunkte unterscheiden: den Naturraum der Auflandungsfläche und des Grünen Damms, den Aktivraum des Stedeparks und der Funkenwiese, das Zentrum im Bereich des Seeparks und der Dorfseele, den Inselpark des neuen Strandbads und das neu zu gestaltende Hafenareal. Parallel dazu werden die Themenbereiche Verkehrsplanung, Management und Betrieb unterschiedlicher Einrichtungen sowie Möglichkeiten der gemeinsamen Kommunikation berücksichtigt.

„Harder Loop“
Ein weiteres, wesentliches und zukunftsweisendes Element im Leitbild bildet der sogenannte „Harder Loop“ – ein Rundweg, welcher das gesamte Hafenquartier erschließt. Für die Umsetzung ist unter anderem eine neue Brückenverbindung zwischen dem Grünen Damm und der nördlichen Spitze der Strandbadinsel vorgesehen. Der Vorschlag für den Harder Loop geht auf die Ideen der beteiligten internationalen Architekturbüros sowie die zahlreichen, positiven Rückmeldungen und Anregungen aus der Bevölkerung zurück.

Rund 600 Harderinnen und Harder bzw. Interessierte verfolgten die Vorstellung des Leitbilds im Spannrahmen.

Strandbad neu und Harder Hafen
Neben dem Loop finden sich viele weitere Zukunftsideen im neuen Leitbild, sollte es so umgesetzt werden. Architekt und Prozessbegleiter Wolfgang Fiel dazu: „Mit einem Durchstich zwischen dem heutigen Thaler Areal und dem Strandbadgebäude könnte ein zusammenhängender Wasserkörper von der Einfahrt bis zur Südspitze des Hafens am Seepark geschaffen werden. Die Schiffs- und Bootsliegeplätze würden dann im Hafen zusammengefasst und durch den Bau neuer Steganlagen im Bereich des Dampferhafens qualitativ aufgewertet werden.“ Auch für das in die Jahre gekommene Strandbad macht das Leitbild konkrete Vorgaben.

Natur und Naherholung
Ein weiterer Vorschlag betrifft die bislang für die Heuwirtschaft genutzte Auflandungsfläche. Hier solle zukünftig der biodynamische Anbau regionaler Gemüse- und Obstsorten stattfinden – im Sinne der nachhaltigen und ökologischen Entwicklung vorhandener Grünräume und wie im REK festgehalten. Der anschließende Grüne Damm bleibt im Leitbild als Rückzugsgebiet und freie Badezone in seiner heutigen Form erhalten.

Zukunft aktiv gestalten
„Als Gemeinde ist es heute mehr denn je unsere Aufgabe, aktiv zu gestalten und nicht nur den Gemeindebesitz zu verwalten. Dabei müssen wir uns an den zukünftigen Bedürfnissen unserer Bürger orientieren“, beschreibt Bürgermeister Harald Köhlmeier die Rahmenbedingungen für den Entwicklungsprozess zum Hafenquartier. Das Gleiche gilt für das Projektgebiet der „Dorfseele“. Die Anbindung an das Hafenquartier ist daher ebenfalls ein integraler Bestandteil des neuen Leitbilds.

In unterschiedichen Themen-Kojen wurden Details weiter beleuchtet und das Feedback der Teilnehmer/innen aufgenommen.

Bürgerbeteiligung
Die Bürgerbeteiligung bildet seit Projektstart eine konkrete Vorgabe und wurde durch unterschiedliche Formate mit bisher bereits rund 500 Teilnehmern gewährleistet: etwa bei mehrwöchigen Workshops mit Schülerinnen und Schülern der Neuen Mittelschulen Markt und Mittelweiherburg sowie Jugendlichen der Offenen Jugendarbeit Hard, durch breite Beteiligung im Rahmen des Open Space, durch gezielte Fokusgruppen zum Strandbad oder auch der Präsentation des neuen Leitbilds. Die Anregungen und Vorschläge aus all diesen Formaten wurden in weiterer Folge durch die Harder Expertengruppe und die Interessenvertreter konkretisiert und gemeinsam mit den Projektentwicklern Franz Schmidt und Wolfgang Fiel zum nun präsentierten Städtebaulichen Leitbild verdichtet.

Das Hafenquartier weiterdenken
Mit dem Städtebaulichen Leitbild ist ein wichtiges, erstes Etappenziel erreicht. Über die letztgültige Annahme entscheidet die Gemeindevertretung in einer ihrer nächsten Sitzungen. „Für die Umsetzung von konkreten, einzelnen Projekten auf Basis des neuen Leitbilds setzt die Gemeinde aber weiterhin auf die aktive Beteiligung der Bevölkerung“, versichert Köhlmeier und beschreibt den weiteren Weg zur Gestaltung des zukünftigen Harder Hafenquartiers.

Städtebauliches Leitbild zum Hafenquartier entsteht

Im Prozess zur Hafenentwicklung in Hard wurde in den vergangenen Monaten intensiv weitergearbeitet. Nach der erfolgreichen Beteiligung der Harderinnen und Harder beim „Open Space“ Ende Juni sind nun die Expertengruppe und das Beraterteam erneut am Zug: Bis Jahresende erarbeiten sie das Städtebauliche Leitbild.

Ende Juni präsentierte die Gemeinde den Harderinnen und Hardern die detaillierten Gestaltungsoptionen zur Zukunft des Hafenareals. Im Rahmen eines eigens entwickelten Szenariospiels wurden die Vor- und Nachteile der einzelnen Vorschläge in moderierten Gruppen gegeneinander abgewogen und zusammengefasst. Das daraus gemeinsam mit der Harder ExpertInnengruppe entwickelte Bild, wird nunmehr auf seine technische Umsetzbarkeit hin geprüft. Dieser Prozess dient als Grundlage für die Ausarbeitung eines sogenannten Städtebaulichen Leitbilds. Nach einer öffentlichen Präsentation wird dieses in Folge der Gemeindevertretung zur Beschlussfassung vorgelegt.

Die Harder Expertengruppe entwickelt auf Basis der Ergebnisse des Open Space das Städtebauliche Leitbild zum Hafenquartier. (Fotocredits: Marktgemeinde Hard)

Synergien mit der „DORFseeLE“

Parallel zur Arbeit am Hafenquartier hat auch die Steuerungsgruppe der Gemeinde die Arbeit am Projekt „DORFseeLE“ wieder aufgenommen. Beide Projekte werden gemeinsam bearbeitet, um eine integrative Entwicklung zu sichern. Die Dorfseele bietet mit ihrer Fülle an verfügbaren Flächen über großes Potenzial, einen lebendigen Begegnungsraum vom Hafenareal und der Kirche bis zum Rathaus zu gestalten.

Die Harderinnen und Harder diskutieren mit beim Open Space im Bauhof. (Fotoscredits: Frederick Sams)

Umsetzung und weitere Beteiligungen

Mit dem Städtebaulichen Leitbild liegt der Rahmen für die konkrete Entwicklung vor. Es stellt sicher, dass die nachfolgenden Einzelprojekte in das Gesamtbild passen. Für die weitere Ausarbeitung beider Projekte, der DORFseeLE wie auch der Hafenentwicklung, ist auch für die kommenden Schritte die Einbeziehung der Harderinnen und Harder geplant. Sie sollen die Expertengruppe bei ihrer Arbeit unterstützen.

Austausch mit Zukunftsbüro

Auch das Büro für Zukunftsfragen des Landes Vorarlberg verfolgt den innovativen Prozess zur Hafenentwicklung mit seinen unterschiedlichen Formaten der Bürgerbeteiligung mit regem Interesse. „Wir verstehen uns als Impulsgeber und Schnittstelle für zukunftsfähige Entwicklungsprozesse. Der Prozess und auch die Beteiligung der Öffentlichkeit beim Projekt zur Hafenentwicklung erachten wir hier als sehr ambitioniert“, so Bertram Meusburger, interimistischer Leiter des Zukunftsbüros und verantwortlich für den Bereich „Nachhaltige Gemeinde- und Regionalentwicklung“.

Große Beteiligung beim Open Space

Am Samstag, den 30. Juni 2018, trafen sich auf Einladung der Gemeinde rund 250 Harderinnen und Harder im Bauhof in Hard. Beim Open Space zur Zukunft des Hafenareals diskutierten sie dabei gemeinsam über die möglichen Gestaltungsoptionen der vier internationalen Planungsbüros sowie über die Ergebnisse der Schüler/innen- und Jugendbeteiligung. Open Space ist eine Methode zur strukturierten Diskussion mit großen Gruppen. Das Format bildete den idealen Rahmen für eine breite, aktive und informierte Bürger/innenbeteiligung und damit einen bedeutenden Baustein im Prozess zur Hafenentwicklung in Hard. Die Ergebnisse der rund sechsstündigen Veranstaltung dienen der Harder Expert/innengruppe für die weitere Projektarbeit.

Rund 250 interessierte Harderinnen und Harder kamen zum Open Space in den Bauhof.

Breite Diskussion zur Zukunft des Hafenareals

„Wir freuen uns sehr über das große Interesse und die aktive Beteiligung beim Open Space. Das bestätigt die große Bedeutung unseres Hafenareals und dessen zukünftige Entwicklung bei der Bevölkerung“, beschreibt Bürgermeister Harald Köhlmeier den guten Verlauf der Bürger/innenbeteiligung. Das Harder Hafengebiet zählt für die Gemeinde zu einem der schönsten Orte des Landes. Die positive Entwicklung dieses einmaligen Natur-, Freizeit- und Wirtschaftsraumes hat daher einen sehr hohen Stellenwert.

Die Schüler/innen und Jugendlichen präsentierten ihre Ideen zur zukünftigen Leben am See in Hard.

Anziehungspunkt Harder Hafengebiet

Tatsächlich zieht das Hafenareal mit seinem Gondelhafen, dem Strandbad, dem Bodenseeradweg und natürlich mit der Auflandungsfläche und dem Grünen Damm schon heute eine Vielzahl an Menschen an. Diese kommen aus der Gemeinde, dem Rheintal und dem gesamten Bodenseeraum. Das Projekt zielt auf eine sowohl ökologisch, sozial wie auch ökonomisch nachhaltige Entwicklung ab. Daneben geht es auch um eine attraktivere Gestaltung von Anlagen wie etwa dem Strandbad.

In den Szenario-Games – einzelne, kleinere Diskussiongruppen – brachten die Bürger/innen von Hard ihre Ideen ein.

„Wir wollten einen Rahmen schaffen, der es möglichst vielen Harderinnen und Harder erlaubt, die Zukunft unseres Hafenareals mitzugestalten und diese damit mitzutragen“, sieht sich Köhlmeier mit dem Entwicklungsprozess auf dem richtigen Weg. Die große und aktive Beteiligung beim Open Space bestätigte das eindrucksvoll.

Weitere Schritte

Die Vorschläge, Einwände und Empfehlungen beim Open Space werden nun zusammengefasst und dienen der Harder Expert/innengruppe für die weitere Projektarbeit. Schlussendlich wird daraus ein gemeinsames Zukunftsbild zum Leben am See und dem Hafenareal in Hard entwickelt und der Gemeindevertretung vorgelegt. Je nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Gemeinde und bei gesicherter Finanzierung werden anschließend einzelne Projekte Schritt für Schritt umgesetzt.

(Bildquelle: Fredrick Sams)

Jugendliche gestalten mit – Einladung zum Mitmachen

Mehr als 60 Jugendliche arbeiten an der Zukunft des Hafenquartiers in Hard mit. Die Einladung an die Jugend, sich bei der Hafenentwicklung einzubringen, ist dank der Unterstützung der Harder Mittelschulen Markt und Mittelweiherburg sowie der Offenen Jugendarbeit Hard (OJA) auf großes Interesse gestoßen. SchülerInnen der beiden Schulen sowie Jugendliche aus der Gemeinde werden bis heuer im Juni in drei „Planungsteams“ Zukunftsempfehlungen entwickeln. In vier fachlich und pädagogisch betreuten Workshops werden sie – ähnlich wie zuvor die vier internationalen Planungsteams – in den Planungsprozess eingeführt. Mit allen wesentlichen Informationen versorgt und in Kreativverfahren entwicklen sie Ideen zum Hafenquartier von morgen als ihren Lebensraum. Schon bei der Projektvorstellung am 14. März gab es viele gute Vorschläge und wertvolle Ideen.

Jugendbeteiligung – Auftaktveranstaltung

Große Bühne für die Ideen der Jugend

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung hob Bürgermeister Harald Köhlmeier hervor, dass er die Einbindung der Jugend von Hard in dieses Projekt sehr ernst nimmt. Daher wurde eine Form der Beteiligung entwickelt, die nicht nur eine intensive und betreute Arbeit ermöglicht, sondern die Projektgruppen werden ihre Vorschläge auch im großen Rahmen des Open Space präsentieren können. Dies ist eine große BürgerInnen-Projektklausur im Juni. Auch die vier Projekte der internationalen Planungsteams werden hier vorgestellt. „Damit stellen wir sicher, dass die nächsten Generationen schon heute ihr Hard mitgestalten können“, versichert Köhlmeier.

Gutschein als Dankeschön

Als Dankeschön winkt allen Harder Jugendlichen, die beim Projekt „LebenAmSee“ mitmachen, ein Gutschein bzw. ein kleines Geschenk. Und: Noch kann jeder mitmachen. Die Arbeit der drei Jugend-Projektgruppen hat nach Ostern gestartet. Wer also zwischen zehn und 20 Jahren alt ist und Lust hat, sich zu beteiligen, sollte sich gleich bei der OJA oder der Gemeinde melden.

Neue Wege in der Bürgerbeteiligung

Wie bei jedem Projekt mit öffentlichem Interesse geht es auch bei der Hafenentwicklung darum, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger von Hard in die Arbeit einzubeziehen. Heute werden viele Projekte unter Beteiligung von Bürgern umgesetzt, aber nicht alle finden stets Akzeptanz. Die Gemeinde und die Prozessbegleiter haben daher schon zu Beginn aktuelle Beispiele analysiert und überlegt, welche Faktoren den Erfolg eines solchen Gestaltungsprojekts ausmachen.

Im öffentlichen Raum treffen ebenso viele Interessen aufeinander, wie Menschen dort leben, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen. Wir leben heute in einer Zeit, in der die Menschen Mitsprache einfordern, etwa weil sie sich vielerorts nicht vollständig von ihren gewählten Mandataren in den Institutionen vertreten fühlen. Immer öfter bilden sich Interessensgruppen oder mobilisieren politische Parteien für oder gegen etwas. Häufig liegt also eine unübersichtliche Interessenslage vor.

Harderinnen und Harder werden zu „Gestaltungs-Experten“

Auf der anderen Seite ist die Gestaltungsaufgabe naturgemäß sehr vielschichtig. Gemäß dem Räumlichen Entwicklungskonzept von Hard liegen im Planungsgebiet zum Hafenquartier Areale mit intensiver wirtschaftlicher Nutzung genauso wie zu bewahrende Naturlandschaften. Für dieses Projekt konnte jedoch auf eine städtebauliche Studie zum Hafenquartier zurückgegriffen werden, die eine sehr gute technische Grundlage für die Entwicklungsarbeit bildete.

Vor diesem Hintergrund war jedenfalls klar, dass die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger von Hard neu gedacht werden muss, um der Vielschichtigkeit der Aufgabenstellung gerecht zu werden. Das zentrale Motto der Verantwortlichen lautete: Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger zu „Gestaltungs-Experten“ machen, die je nach Nähe und Expertise als informierte Öffentlichkeit eingebunden werden. Dabei erhält jede Gruppe jene fachliche Begleitung, die sie für die jeweilige Gestaltungsaufgebe befähigt. Nur weil man in Hard lebt, ist man von Natur aus kein Experte in solchen Gestaltungsfragen.

Welche Gestaltungsgruppen braucht es?

  1. Institutionen, die mit dem Hafen verbunden sind bzw. die mit fachlichem Wissen und Bezug zum Hafen ausgestattet sind, wurden zur Mitarbeit in der „Expertengruppe“ eingeladen. Ihr Auftrag ist es, den gesamten Planungsprozess zu führen und der Gemeindevertretung einen Gestaltungsplan zum Beschluss vorzulegen.
  2. Internationale Planungsbüros, die aufgrund ihrer Erfahrung und ihres Wissens bei der Gestaltung mit/am Wasser ausgesucht wurden, damit diese den Prozess mit Impulsen von außen befruchten.
  3. Die Jugend von Hard, weil es um das Hard von morgen geht, in welchem sie leben werden. Dank der Unterstützung der Schulleitungen der Harder Mittelschulen Markt und Mittelweiherburg sowie der OJA Hard konnten bereits mehr als 60 Schüler und Jugendliche für eine gemeinsame Projektarbeit gewonnen werden. Sie werden in Projektgruppen fachlich und pädagogisch betreut und unterstützt, sich in ihrer Sprache und mit ihren Anliegen Gehör zu verschaffen.
  4. Die Harderinnen und Harder – sie werden zu einem großen Beteiligungstag eingeladen, bei dem in moderierten und fachlich begleiteten Ideenwerkstätten im Rahmen eines sogenannten „Open Space“ konkrete Gestaltungsaufgaben diskutieren werden. Dabei wird nicht entschieden, wie die Zukunft aussehen wird. Vielmehr geht es darum, die zur Gestaltung vorliegenden, alternativen Vorschläge zu prüfen, Argumente für und gegen deren Umsetzung zu sammeln und Empfehlungen auszusprechen.
  5. Potenzielle Projektpartner, die an der Umsetzung von einzelnen Projekten direkt (z.B. mit Investitionen) mitwirken möchten. Sie werden auf der Grundlage der Empfehlungen der Bürger zu konkreten Projekten eingeladen werden.
  6. Die Gemeindevertretung von Hard – sie trifft in ihrer Verantwortung als gewähltes, demokratisches Gremium letztlich die Entscheidung über die räumliche Entwicklung im Hafenquartier.

Vor dem Beschluss des räumlichen Entwicklungsplans durch die Gemeindevertretung werden die Inhalte den Bürgern von der Harder Expertengruppe präsentiert und es werden die Vorschläge sowie Verwerfungen begründet. Es besteht somit ein weiteres Mal die Möglichkeit, sich einzubringen.

Bürgerbeteiligung gelingt vor allem dann, wenn die Bürger als informierte Öffentlichkeit und bei fachlicher Moderation planerisch mitwirken und dabei je nach Nähe und Projektzugang einbezogen werden. Trotz dieser umfassenden Überlegungen können selbst solche intensiven Verhandlungsverfahren die unterschiedlichen Interessen nicht immer ganz ausgleichen. Die Verantwortlichen hoffen dennoch auf verantwortungsvolle Diskussionen und Beiträge im Sinne einer prosperierenden, nachhaltigen Entwicklung des Hafenquartiers in Hard.

Workshop der Harder Expertengruppe mit internationalen Planungsteams

Die am Entwicklungsprozess zum Leben am See beteiligte Expertengruppe traf sich am 22. Februar 2018 erstmals zu einem gemeinsamen Workshop im Gemeindeamt Hard. Dabei wurden die Experten in ihrer Arbeit zum Hafenquartier von morgen von jenen Gestaltungsbüros unterstützt, welche bereits Anfang des Jahres Hard bereisten: Urban Agency, Dow Jones Architects, Snøhetta und Avanto Architects, (siehe auch: „Internationale Büros zu Gast: Zukunftsbilder für Hard gesucht“).

Expertengruppe

 

Innerhalb des Experten-Workshops präsentierten die Spezialisten der international renommierten Architekturbüros ihre Ideen und diskutierten mögliche Zukunftsbilder für die Hafenentwicklung. Die Harder Expertengruppe wird den gesamten Planungsprozess führen.

Ziel des gesamten Prozesses ist ein kraftvolles und ganzheitliches Zukunftsbild für das Harder Hafenquartier, welches die wesentlichen Interessen für das gemeinsame Leben am See verbindendet. Zukünftig können dann entsprechend den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Gemeinde schrittweise einzelne, konkrete und realisierbare Projekte von diesem Zukunftsbild abgeleitet und umgesetzt werden. Hard mit seinen höchstwertigen Natur- und Naherholungsräumen direkt am See wahrt so das Potenzial und seine Chancen für die Zukunft in der Region Rheintal und am Bodensee.

 

Die Harder Expertengruppe

Der Prozess zur Hafenentwicklung Hard ist durch mehrere Phasen und unterschiedliche Stufen der Beteiligung charakterisiert. Gezielt wird dabei die jeweilige Expertise der verschiedenen Prozessteilnehmer in ausgewählten Beteiligungsformaten miteinbezogen. Eine dieser Gruppen ist die Harder Expertengruppe, die sich zu bestimmten Phasen im Prozess trifft. Ihr Auftrag ist es, den gesamten Planungsprozess zu führen und der Gemeindevertretung einen Gestaltungsplan zum Beschluss vorzulegen.

Wer sitzt in der Expertengruppe?

Diese besteht hauptsächlich aus fachlich qualifizierten Vertreterinnen und Vertretern entsprechender Fachabteilungen und Institutionen der Gemeinde bzw. des Landes, die mit dem Hafen verbunden sind bzw. die mit fachlicher Gestaltungsexpertise und Hafenbezug ausgestattet sind. Beteiligt ist etwa die Raumplanung, das Baurecht, der Umweltausschuss oder der Gestaltungsbeirat von Hard genauso wie die Expertise der Abteilung Raumplanung und Baurecht des Landes Vorarlberg.

Expertengruppe

Mitglieder der Harder Expertengruppe (alphabetisch)

Barbara Brosenbauer (Abteilung Raumplanung Hard), Hannes Carraro (Leiter Bauhof Hard), Ulrich Grasmugg (Abteilung Raumplanung und Baurecht, Land Vorarlberg), Markus Gritschacher (Obmann, SUFA GmbH, Harald Köhlmeier (Bürgermeister), Markus Jäger (Obmann Umweltausschuss, Hard), Adolf Konstatzky (Hohentwiel Schifffahrts GmbH), Helmut Kuess (Masterplanung Hafenareal Hard), Erich Lindner (Geschäftsführung SUFA GmbH), Andreas Lunardon (Obmann, Hafen und Uferausschuss Hard), Thomas Rainer (Abteilung Baurecht, Hard), Thomas Thaler (Yachtclub Hard), Markus Thurnher (Mitglied Gestaltungsbeirat Hard), Martin Vergeiner (Amtsleiter, SUFA GmbH), Burkhard Wiedenbauer (Mitglied Hafen und Uferausschuss Hard), Sibylla Zech (Mitglied Gestaltungsbeirat Hard), Jürgen Zimmermann (Obmann, Museumsschiff Österreich GmbH)