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Hafenquartier Hard

Unsere Zukunft gemeinsam gestalten.

Das Harder Hafengebiet zählt zu den schönsten Orten des Landes. Daher gilt es, diesen wertvollen Platz direkt am Bodensee als kostbares Natur- und Naherholungsgebiet zu bewahren. Gleichzeitig soll der See für die Menschen und zukünftigen Generationen mit ihren unterschiedlichen Interessen zugänglich bleiben.

Die Marktgemeinde Hard sieht hier eine große Chance und geht in der Weiterentwicklung des Hafenquartiers neue Wege: In einem innovativen Prozess werden Zukunftsbilder entwickelt, wie das Leben am See in Hard gestaltet werden soll. Gemeinsam mit den Harderinnen und Hardern, den Jugendlichen sowie mit Unterstützung von Experten und internationalen Planungsbüros nehmen wir die Zukunft unseres Hards in die Hand.

Informierte Bürgerinnen und Bürger sind für den Erfolg dieses Projektes sehr wertvoll. Finden Sie daher alle Details und Informationen auf dieser Website. – Fragen, Ideen oder Anregungen? Schreiben Sie uns unter: raumplanung@hard.at oder wenden Sie sich an die Gemeinde direkt. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!

Internationale Büros zu Gast: Zukunftsbilder für Hard gesucht

Im Rahmen des Beteiligungsprozesses waren am 8. und 9. Jänner 2018 Vertreterinnen und Vertreter von vier internationalen und renommierten Planungsbüros zu Gast in Hard. Deren Ziel war es, sich ein persönliches Bild von der Bodenseegemeinde, dem Hafenquartier im Speziellen und den Harderinnen und Hardern zu machen.

Gemeinsam mit Einheimischen erkundeten die angereisten SpezialistInnen der Büros Urban Agency, Dow Jones Architects, Snøhetta und Avanto Architects das Harder Hafengebiet, weitere ausgewählte Orte und Einrichtungen in Hard und erhielten Informationen und Auskünfte zu den örtlichen Gegebenheiten.

Gemeinwohl für künftige Generationen im Mittelpunkt

„Von den internationalen Gestaltungsbüros erwarte ich mir kraftvolle und mutige Visionen für das Hard von morgen. Gemeinsam mit den Harderinnen und Hardern werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um daraus ein realistisches und motivierendes Bild für das Hafenquartier von morgen zu machen und nach den gegebenen Möglichkeiten schrittweise umzusetzen. Darauf freue ich mich schon sehr“, so Bürgermeister Harald Köhlmeier.

Der nächste Schritt im Prozess: Aufbauend auf ihren gesammelten Eindrücken werden die Büros der Harder ExpertInnen-Gruppe Impulse geben und sie in der Erstellung von Zukunftsbildern für Hard und das Hafenquartier inspirieren.

Der Entwicklungsprozess: Von Hardern für Harder

Ein strukturierter, lebendiger und ergebnisoffener Prozess soll das Hard von morgen für nachfolgende Generationen gestalten. Hier die wichtigsten Schritte im Überblick:

  1. Zu Beginn des Jahres 2018 sind vier internationale Planungsbüros zu einer Besichtigung nach Hard gekommen, um sich vor Ort ein Bild vom Planungsgebiet und den Menschen zu machen.
  2. Aufbauend auf ihren Eindrücken entwicklen die Büros Impulse für die weitere Arbeit einer Harder ExpertInnen-Gruppe und unterstützen diese in der Erstellung von Zukunftsbildern. Die Expertengruppe setzt sich aus politischen Vertreterinnen und Vertretern, Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern der Marktgemeinde Hard sowie aus externen Fachleuten zusammen.
  3. Vor allem auch die Harder Jugendlichen sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen – unter dem Namen ‚#unserhard’ wird es für sie eine spezielle Möglichkeit geben, ihre Gedanken, Ideen und Vorschläge einzubringen. Gleichberechtigt mit den Planungsbüros sollen auch sie ihr eigenes Zukunftsbild erarbeiten.
  4. Und auch die Bürgerinnen und Bürger kommen als wichtiger Faktor ins Spiel. Die Harderinnen und Harder sind alle herzlich eingeladen, sich in sogenannten ‚Ideenwerkstätten’ ab Mai 2018 mit den verschiedenen Vorschlägen der Expertengruppe auseinander zu setzen. Ziel ist ein von den Harderinnen und Hardern mitgestaltetes Zukunftsbild für das Hafenquartier.
  5. Nach den Ideenwerkstätten geht der Ball zurück zu den Expertenteams. In einem weiteren Schritt werden dann alle Impulse zu einem umsetzungstauglichen Entwicklungskonzept für das Hafenquartier zusammengeführt. Entsprechend den Bedürfnissen und Möglichkeiten von Hard wird dieses schrittweise in Zukunft umgesetzt werden.

Fragen an die Projekt- und Prozessbegleiter

Welche Bedeutung hat für Sie das Harder Hafenquartier?

„Eine enorm Große! Die Gebiete rund um das Harder Binnenbecken, das inzwischen in die Jahre gekommene Strandbad und die unterschiedlichen Hafenabschnitte, von Zollhafen bis Industriehafen, bilden einen äußerst wertvollen Natur- und Naherholungsraum – für Hard, aber auch darüber hinaus. Es ist unsere Verantwortung als Gemeinde, diese kostbare Ressource bestmöglich für die Zukunft zu gestalten und damit zu erhalten. Wir brauchen ein gemeinsames, tragfähiges Bild für das Hard von morgen. Das sind wir uns und folgenden Generationen schuldig.“

Harald Köhlmeier, seit 2010 Bürgermeister von Hard

Was ist aus architektonischer Sicht vom diesem Weg für die Hafenentwicklung Hard zu erwarten?

„Aufgrund der Impulse von international angesehenen Planungsteams, sowie der aktiven Beteiligung der Bevölkerung und von ExpertInnen aus Hard, dürfen wir ganz neue und interessante Ansätze erwarten. Wir profitieren hier vom Blick von außen und der Erfahrung der Beteiligten im Umgang mit dem Thema Bauen am Wasser. Ich freue mich auf vielfältige und architektonisch wertvolle Inputs.“

Wolfgang Fiel, Architekt und fachlicher Prozessbegleiter

ARCHITEKTUR_KUSTUNI-LINZ___©_KURT HOERBST 2016
Wolfgang Fiel @ Kurt Hoerbst

Zur Person:
Geboren 1973 in Alberschwende; Architekturstudien in Wien und London; Doktorat zum Thema „Partizipative Aneignungs- und Beteiligungsprozesse“; Unterrichtet aktuell an der Universität für angewandte Kunst in Wien und ist Co-Direktor des „Institute for cultural policy“ mit Sitz in Wien. Kurator der internationalen Wanderausstellung „Getting Things Done: Evolution of the Built Environment in Vorarlberg“.

Was sind die Besonderheiten in diesem neuen Beteiligungsprozess?

„Dieses Beteiligungsverfahren vereint die folgenden Qualitäten, die in ihrer Kombination einen innovativen Prozess ergeben: Erstens verstehen wir die BürgerInnen von Hard als „Anwendungsspezialisten“. Sie wirken daher in unterschiedlichen Formaten als ExpertInnen bei jedem Schritt mit – je nachdem, welche Expertise sie einbringen.

Zweitens setzen wir konsequent auf eine ausgewählte, internationale Expertise: Vier Gestaltungsteams bringen konkrete Impulse und qualifizieren die lokalen ExpertInnen, um selbst kompetente GestalterInnen sein zu können.

Drittens führt der Entwicklungsprozess zu einem ganzheitlichen Zukunftsbild. Dieses nimmt nicht nur aktuelle Planungsfragen auf, sondern fragt auch nach zukünftigen Ansprüchen der Menschen von Hard. Diese ganzheitliche, kulturelle Nachhaltigkeit definiert dann auch die zukünftige Rolle der Marktgemeinde im Rheintal.“

Franz Schmidt, Prozessberater; gestaltete und begleitet den Prozess zur Hafenentwicklung

Franz Schmidt, Prozessberater © Franziska Messner-Rast
Franz Schmidt © Franziska Messner-Rast

Zur Person:
Geboren 1959 in der Steiermark; Studium der Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Strategische Unternehmensführung und Organisationsentwicklung, Lehraufträge an den Universitäten Wien, Klagenfurt und an der FH Salzburg, Mitglied AIEST, Gründungsgesellschafter der invent GmbH Wien (1997).

Harder gehen innovativen Weg in der Hafenentwicklung

Im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag, den 28.11.2017, präsentierte Bürgermeister Harald Köhlmeier gemeinsam mit Architekt und Regionalplaner Wolfgang Fiel sowie Prozessberater Franz Schmidt die Pläne für die zukünftige Weiterentwicklung des Harder Hafenquartiers den Medienvertreter/innen.

Hochwertigen Lebensraum erhalten

Die Marktgemeinde Hard zeichnet sich durch einen hochwertigen Lebensraum aus, der ganz wesentlich durch das Leben am See geprägt ist. Darin befinden sich höchstwertige Natur- und Naherholungsräume, die es zu bewahren gilt. Gleichzeitig steht die Gemeinde vor der Herausforderung, neue Impulse zu setzen. Im Wissen um die Sensibilität und Komplexität dieser Aufgabe, hat die Gemeinde bereits 2011 die Entwicklung eines Masterplans in Auftrag gegeben.

Neue Impulse und Bürgerbeteiligung

„Wir starten nun einen innovativen Weg, der auf der einen Seite alle bisherigen Ergebnisse einbezieht, neue internationale Impulse gibt und die breite und informierte Beteiligung der Harderinnen und Harder sicherstellt. Dieser Prozess ist in die gesamte Gemeindeentwicklung eingebettet“, erklärt Bürgermeister Harald Köhlmeier.

Internationale Planungsbüros entwickeln Zukunftsbilder

Der Prozess startet unter Einbeziehung von vier international angesehenen Planungsbüros – allesamt mit erfolgreichen Projektumsetzungen mit dem Element Wasser, aber mit dem Auge für regionale Gegebenheiten – die gemeinsam mit den Harderinnen und Hardern in einem Workshop Zukunftsbilder erarbeiten:

Grundlage für ihre Entwürfe sind die Ergebnisse des von 2011 bis 2013 für den Bereich Sport- bis Auhafen ausgearbeiteten Masterplans und des Architekturwettbewerbs Strandbad, sowie der einstimmige Beschluss der Gemeindevertretung vom Juli 2017, dass auch zukünftig keine Passagierschiffe im Binnenbecken anlegen werden. Den gesamten Prozess „Weiterentwicklung Hafenquartier“ begleitet der gebürtige Bregenzerwälder Architekt und Regionalplaner Wolfgang Fiel als fachlicher Koordinator sowie der Prozessberater Franz Schmidt (inventschmidt).