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Hafenquartier Hard

Unsere Zukunft gemeinsam gestalten.

Das Harder Hafengebiet zählt zu den schönsten Orten des Landes. Daher gilt es, diesen wertvollen Platz direkt am Bodensee als kostbares Natur- und Naherholungsgebiet zu bewahren. Gleichzeitig soll der See für die Menschen und zukünftigen Generationen mit ihren unterschiedlichen Interessen zugänglich bleiben.

Die Marktgemeinde Hard sieht hier eine große Chance und geht in der Weiterentwicklung des Hafenquartiers neue Wege: In einem innovativen Prozess werden Zukunftsbilder entwickelt, wie das Leben am See in Hard gestaltet werden soll. Gemeinsam mit den Harderinnen und Hardern, den Jugendlichen sowie mit Unterstützung von Experten und internationalen Planungsbüros nehmen wir die Zukunft unseres Hards in die Hand.

Informierte Bürgerinnen und Bürger sind für den Erfolg dieses Projektes sehr wertvoll. Finden Sie daher alle Details und Informationen auf dieser Website. – Fragen, Ideen oder Anregungen? Schreiben Sie uns unter: raumplanung@hard.at oder wenden Sie sich an die Gemeinde direkt. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!

Viele Ideen und Inspirationen beim Open Space

Beim „Open Space“ Ende Juni in Hard wurden die Gestaltungsoptionen zur Zukunft des Hafenareals erstmals den Harderinnen und Hardern im Detail vorgestellt. Die Zukunftsbilder der vier internationalen Planungsbüros sowie die Ergebnisse der Schüler/innen- und Jugendbeteiligung sind bei den rund 250 Beteiligten auf großes Interesse gestoßen. Die vielfältigen Planungsoptionen wurden in kleineren Gruppen lebhaft diskutiert und um konkrete Einwände, Vorschläge und Empfehlungen ergänzt. Für diesen Zweck wurden eigens sogenannte Szenario Games entwickelt.

Reges Interesse der Harderinnen und Harder beim Open Space im Bauhof. (Fotoscredits: Frederick Sams)

Belebung des gesamten Areals

Die Ideen der Gestaltungsbüros, der Jugendlichen, Schüler/innen und Bürger/innen dienen als wichtige Stimmungsbilder bzw. Inputs für die weitere Arbeit im Entwicklungsprozess genauso wie für konkrete und wünschenswerte Einzelprojekte. Die attraktivere Gestaltung und eine allgemeine Belebung des Hafenareals sowie dessen Anbindung an die Dorfseele sind dabei auf allgemeine Zustimmung gestoßen.

Eigens entwickelte Szenario Games für die Diskussion der Zukunftsbilder. (Fotoscredits: Frederick Sams)

Ideen von Schüler/innen und Jugendlichen

Aus Sicht der jungen Harderinnen und Harder sind attraktive Plätze zum Verweilen willkommen. Sie können sich beispielsweise vorstellen, das Binnenbecken durch Treppen und Stege in den See besser zu nutzen und regen Verbesserungen beim Skaterpark oder eine gastronomische Nutzung des Thaler-Areals an. Dieses soll mit Zonen zum Relaxen und „Chillen“, Musik, Streetfood oder bequemen Outdoor-Sitzmöbeln konkrete Akzente für die Jüngeren bieten.

Jugendliche und Schüler/innen von Hard präsentierten ihre Modelle und Ideen zur Hafenentwicklung. (Fotocredits: Frederick Sams)

Gezielte Impulse im Einklang mit der Natur

Die Zukunftsvisionen der Gestaltungsbüros verbindet ein guter Mix aus Natur bzw. naturnahen Rückzugsflächen, gezielten Impulsen für attraktive Freizeit- und Naherholungsangebote sowie kulturelle und gewerbliche Nutzungsmöglichkeiten.

Die Teilnehmer beim Open Space interessieren sich für die Gestaltungsoptionen der internationalen Planungsbüros. (Fotoscredits: Frederick Sams)

Weitere Schritte im Entwicklungsprozess

Der Schüler/innen- und Jugendbeteiligungsprozess, der Open Space und die Diskussion der Harder Bürger/innen bilden wichtige Meilensteine im Entwicklungsprozess zum Hafenareal und dem zukünftigen Leben am See. Das Planungsteam und die Expertengruppe sind nun gefordert, die vorliegenden Erkenntnisse in den Entwurf eines städtebaulichen Leitbildes einfließen zu lassen. Dieser wird im Herbst von der Expert/innengruppe einer weiteren Prüfung unterzogen. Das städtebauliche Leitbild wird so zu einer soliden, gemeinsam erarbeiteten und breit abgestimmten Grundlage für die darauffolgenden Detailprojekte.

Die Mitsprache und Beteiligung der Harderinnen und Harder ist damit keinesfalls abgeschlossen. Detailmaßnahmen und die schrittweise Umsetzung konkreter Projekte werden weiterhin gemeinsam geplant und für das zukünftige Leben am See schrittweise umgesetzt.

Große Beteiligung beim Open Space

Am Samstag, den 30. Juni 2018, trafen sich auf Einladung der Gemeinde rund 250 Harderinnen und Harder im Bauhof in Hard. Beim Open Space zur Zukunft des Hafenareals diskutierten sie dabei gemeinsam über die möglichen Gestaltungsoptionen der vier internationalen Planungsbüros sowie über die Ergebnisse der Schüler/innen- und Jugendbeteiligung. Open Space ist eine Methode zur strukturierten Diskussion mit großen Gruppen. Das Format bildete den idealen Rahmen für eine breite, aktive und informierte Bürger/innenbeteiligung und damit einen bedeutenden Baustein im Prozess zur Hafenentwicklung in Hard. Die Ergebnisse der rund sechsstündigen Veranstaltung dienen der Harder Expert/innengruppe für die weitere Projektarbeit.

Rund 250 interessierte Harderinnen und Harder kamen zum Open Space in den Bauhof.

Breite Diskussion zur Zukunft des Hafenareals

„Wir freuen uns sehr über das große Interesse und die aktive Beteiligung beim Open Space. Das bestätigt die große Bedeutung unseres Hafenareals und dessen zukünftige Entwicklung bei der Bevölkerung“, beschreibt Bürgermeister Harald Köhlmeier den guten Verlauf der Bürger/innenbeteiligung. Das Harder Hafengebiet zählt für die Gemeinde zu einem der schönsten Orte des Landes. Die positive Entwicklung dieses einmaligen Natur-, Freizeit- und Wirtschaftsraumes hat daher einen sehr hohen Stellenwert.

Die Schüler/innen und Jugendlichen präsentierten ihre Ideen zur zukünftigen Leben am See in Hard.

Anziehungspunkt Harder Hafengebiet

Tatsächlich zieht das Hafenareal mit seinem Gondelhafen, dem Strandbad, dem Bodenseeradweg und natürlich mit der Auflandungsfläche und dem Grünen Damm schon heute eine Vielzahl an Menschen an. Diese kommen aus der Gemeinde, dem Rheintal und dem gesamten Bodenseeraum. Das Projekt zielt auf eine sowohl ökologisch, sozial wie auch ökonomisch nachhaltige Entwicklung ab. Daneben geht es auch um eine attraktivere Gestaltung von Anlagen wie etwa dem Strandbad.

In den Szenario-Games – einzelne, kleinere Diskussiongruppen – brachten die Bürger/innen von Hard ihre Ideen ein.

„Wir wollten einen Rahmen schaffen, der es möglichst vielen Harderinnen und Harder erlaubt, die Zukunft unseres Hafenareals mitzugestalten und diese damit mitzutragen“, sieht sich Köhlmeier mit dem Entwicklungsprozess auf dem richtigen Weg. Die große und aktive Beteiligung beim Open Space bestätigte das eindrucksvoll.

Weitere Schritte

Die Vorschläge, Einwände und Empfehlungen beim Open Space werden nun zusammengefasst und dienen der Harder Expert/innengruppe für die weitere Projektarbeit. Schlussendlich wird daraus ein gemeinsames Zukunftsbild zum Leben am See und dem Hafenareal in Hard entwickelt und der Gemeindevertretung vorgelegt. Je nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Gemeinde und bei gesicherter Finanzierung werden anschließend einzelne Projekte Schritt für Schritt umgesetzt.

(Bildquelle: Fredrick Sams)

Hafenentwicklung in Hard: Einladung zum „Open Space“

Der Prozess zur Hafenentwicklung geht mit dem „Open Space“ in die nächste Phase. Dabei sind am Samstag, 30. Juni, alle Harderinnen und Harder herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zur zukünftigen Gestaltung des Hafenareals zu beteiligen.

Im öffentlichen Raum treffen die Interessen all jener aufeinander, die dort leben, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen. Der Erfolg derartiger Projekte hängt daher maßgeblich von der fachlich fundierten und begleiteten Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ab. „Mit dem Beteiligungstag, der am 30. Juni im Bauhof stattfindet, bekommen alle Harderinnen und Harder die umfassende Chance, die Zukunft unseres Hafenareals mitzugestalten“, bekräftigt Bürgermeister Harald Köhlmeier seine herzliche Einladung und den Wunsch um zahlreiche Teilnahme.

Was ist ein „Open Space“?

Open Space bezeichnet eine Methode zur strukturierten Diskussion großer Gruppen und eignet sich daher im besonderen Maße für öffentliche Beteiligungsprozesse mit breiten Teilen der Bevölkerung. Dabei geht es nicht um die Wahl eines vorhandenen Gestaltungsvorschlags, sondern um die informierte Diskussion über unterschiedliche Szenarien. Diese werden mit Vorschlägen, Einwänden und Empfehlungen der TeilnehmerInnen angereichert und anschließend von der Harder ExpertInnengruppe zu einer konkreten Entwicklungsperspektive ausgearbeitet. Räumliche, soziale und ökonomische Entwicklungen sind komplex und kompliziert. Meist gibt es keine einfachen Antworten. Gefordert ist ein verantwortungsvolles Abwägen der Möglichkeiten, über die Hard mit dem Hafenareal verfügt. Ziel ist eine nachhaltige Steigerung der Standortattraktivität für die Menschen, die hier leben, arbeiten, einkaufen, wohnen, sich bilden oder eben ihre Freizeit verbringen.

Der Open Space ist ein bedeutender Baustein im gesamten Projekt der Hafenentwicklung. Mit den Impulsen der BürgerInnen, den Kreativkonzepten der internationalen Planungsteams sowie der Jugend von Hard und deren Verdichtung durch die fachliche Expertengruppe aus Hard erhält die Gemeindevertretung eine umfassend aufbereitete Entscheidungsgrundlage für eine auf die Zukunft gerichtete Sachpolitik.

Das Programm im Detail

  1. Zu Beginn des Open Space vermitteln drei Impulsvorträge eine möglichst breite und informierte Sicht auf die vorliegende Aufgabe, um die TeilnehmerInnen auf eine qualifizierte und selbstverantwortliche Diskussion einzustimmen. Die ReferentInnen sind:
    • Helmut Kuess, Experte für Architektur, Raumplanung und Städtebau aus Bregenz: Er spricht über die Erkenntnisse seines Masterplans aus 2013, die neben dem Räumlichen Entwicklungskonzept Hard 2016 in den Planungsprozess zur Hafenentwicklung einfließen.
    • Sabine Pollak, Professorin für Urbanistik und Vizerektorin der Kunstuniversität Linz: Sie befasst sich in ihrer Arbeit mit aktuellen gesellschaftspolitischen, ökonomischen und vermarktungsstrategischen Herausforderungen zeitgenössischer Stadtentwicklung und hat sich in diesem Zusammenhang auch mit der Entwicklung des Hafens in Linz beschäftigt.
    • Die Landschaftsarchitekten des in Berlin ansässigen „atelier le balto“: Sie schaffen Gärten und öffentliche Landschaftsräume von hoher atmosphärischer Dichte und sind von der Vielfalt verschiedener Wasserqualitäten und -formen, Farben und Texturen in Hard sehr inspiriert.
  2. Im Anschluss daran werden die Szenarien der Planungsbüros und der Harder Jugend vorgestellt. Vier internationale Planungsbüros haben nach einem Lokalaugenschein im Jänner dieses Jahres konkrete Szenarien für das Hafenareal ausgearbeitet. Diese werden von den Projekten der Neuen Mittelschulen Markt und Mittelweiherburg ergänzt, sowie einem weiteren Beitrag einer Gruppe von 15 bis 20-jährigen mit Unterstützung der Offenen Jugendarbeit Hard
  3. Mit allen wichtigen Informationen und Anregungen im Gepäck geht es schließlich in die Diskussion mit allen TeilnehmernInnen des Open Space. In offenen, parallel laufenden Arbeitsgruppen werden die präsentierten Gestaltungsoptionen besprochen. Nach klaren Leitfragen werden mehrere „Verhandlungsrunden“ geführt. Alle TeilnehmerInnen haben dadurch die Möglichkeit, an unterschiedlichen Einzeldiskussionen teilzunehmen und den ExpertInnen ihre Anregungen, Fragen oder Empfehlungen mit auf den Weg zu geben.

Die Ergebnisse der Diskussionen werden schließlich zusammengefasst und dokumentiert. Die Empfehlungen, Vertiefungen und konkreten Fragestellungen dienen der Harder ExpertInnengruppe für die weitere Projektarbeit.

Moderiert und begleitet wird der Beteiligungstag von Projekt- und Prozessberater Franz Schmidt sowie dem fachlichen Prozessbegleiter und Architekten Wolfgang Fiel. Die Diskussion wird vom Harder Künstler Gerd Menia zeichnerisch dokumentiert.

Einladung zum Mitmachen

Nur durch eine möglichst breite Akzeptanz ist die zukünftige Gestaltung und Entwicklung des Harder Hafenareals möglich. Alle Harderinnen und Harder sind daher sehr herzlich eingeladen, am Open Space im Bauhof teilzunehmen und aktiv am Projekt mitzuarbeiten.


EINLADUNG
Open Space zur Hafenentwicklung in Hard
Wie gestalten wir das Hafenquartier von morgen? Diskutieren Sie mit.
Termin:  Samstag, 30. Juni 2018
Beginn: 9:30 Uhr (späteres „Dazustoßen“ möglich)
Ort: Bauhof Hard, Hafenstraße 29


 

Jugendliche gestalten mit – Einladung zum Mitmachen

Mehr als 60 Jugendliche arbeiten an der Zukunft des Hafenquartiers in Hard mit. Die Einladung an die Jugend, sich bei der Hafenentwicklung einzubringen, ist dank der Unterstützung der Harder Mittelschulen Markt und Mittelweiherburg sowie der Offenen Jugendarbeit Hard (OJA) auf großes Interesse gestoßen. SchülerInnen der beiden Schulen sowie Jugendliche aus der Gemeinde werden bis heuer im Juni in drei „Planungsteams“ Zukunftsempfehlungen entwickeln. In vier fachlich und pädagogisch betreuten Workshops werden sie – ähnlich wie zuvor die vier internationalen Planungsteams – in den Planungsprozess eingeführt. Mit allen wesentlichen Informationen versorgt und in Kreativverfahren entwicklen sie Ideen zum Hafenquartier von morgen als ihren Lebensraum. Schon bei der Projektvorstellung am 14. März gab es viele gute Vorschläge und wertvolle Ideen.

Jugendbeteiligung – Auftaktveranstaltung

Große Bühne für die Ideen der Jugend

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung hob Bürgermeister Harald Köhlmeier hervor, dass er die Einbindung der Jugend von Hard in dieses Projekt sehr ernst nimmt. Daher wurde eine Form der Beteiligung entwickelt, die nicht nur eine intensive und betreute Arbeit ermöglicht, sondern die Projektgruppen werden ihre Vorschläge auch im großen Rahmen des Open Space präsentieren können. Dies ist eine große BürgerInnen-Projektklausur im Juni. Auch die vier Projekte der internationalen Planungsteams werden hier vorgestellt. „Damit stellen wir sicher, dass die nächsten Generationen schon heute ihr Hard mitgestalten können“, versichert Köhlmeier.

Gutschein als Dankeschön

Als Dankeschön winkt allen Harder Jugendlichen, die beim Projekt „LebenAmSee“ mitmachen, ein Gutschein bzw. ein kleines Geschenk. Und: Noch kann jeder mitmachen. Die Arbeit der drei Jugend-Projektgruppen hat nach Ostern gestartet. Wer also zwischen zehn und 20 Jahren alt ist und Lust hat, sich zu beteiligen, sollte sich gleich bei der OJA oder der Gemeinde melden.

Neue Wege in der Bürgerbeteiligung

Wie bei jedem Projekt mit öffentlichem Interesse geht es auch bei der Hafenentwicklung darum, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger von Hard in die Arbeit einzubeziehen. Heute werden viele Projekte unter Beteiligung von Bürgern umgesetzt, aber nicht alle finden stets Akzeptanz. Die Gemeinde und die Prozessbegleiter haben daher schon zu Beginn aktuelle Beispiele analysiert und überlegt, welche Faktoren den Erfolg eines solchen Gestaltungsprojekts ausmachen.

Im öffentlichen Raum treffen ebenso viele Interessen aufeinander, wie Menschen dort leben, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen. Wir leben heute in einer Zeit, in der die Menschen Mitsprache einfordern, etwa weil sie sich vielerorts nicht vollständig von ihren gewählten Mandataren in den Institutionen vertreten fühlen. Immer öfter bilden sich Interessensgruppen oder mobilisieren politische Parteien für oder gegen etwas. Häufig liegt also eine unübersichtliche Interessenslage vor.

Harderinnen und Harder werden zu „Gestaltungs-Experten“

Auf der anderen Seite ist die Gestaltungsaufgabe naturgemäß sehr vielschichtig. Gemäß dem Räumlichen Entwicklungskonzept von Hard liegen im Planungsgebiet zum Hafenquartier Areale mit intensiver wirtschaftlicher Nutzung genauso wie zu bewahrende Naturlandschaften. Für dieses Projekt konnte jedoch auf eine städtebauliche Studie zum Hafenquartier zurückgegriffen werden, die eine sehr gute technische Grundlage für die Entwicklungsarbeit bildete.

Vor diesem Hintergrund war jedenfalls klar, dass die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger von Hard neu gedacht werden muss, um der Vielschichtigkeit der Aufgabenstellung gerecht zu werden. Das zentrale Motto der Verantwortlichen lautete: Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger zu „Gestaltungs-Experten“ machen, die je nach Nähe und Expertise als informierte Öffentlichkeit eingebunden werden. Dabei erhält jede Gruppe jene fachliche Begleitung, die sie für die jeweilige Gestaltungsaufgebe befähigt. Nur weil man in Hard lebt, ist man von Natur aus kein Experte in solchen Gestaltungsfragen.

Welche Gestaltungsgruppen braucht es?

  1. Institutionen, die mit dem Hafen verbunden sind bzw. die mit fachlichem Wissen und Bezug zum Hafen ausgestattet sind, wurden zur Mitarbeit in der „Expertengruppe“ eingeladen. Ihr Auftrag ist es, den gesamten Planungsprozess zu führen und der Gemeindevertretung einen Gestaltungsplan zum Beschluss vorzulegen.
  2. Internationale Planungsbüros, die aufgrund ihrer Erfahrung und ihres Wissens bei der Gestaltung mit/am Wasser ausgesucht wurden, damit diese den Prozess mit Impulsen von außen befruchten.
  3. Die Jugend von Hard, weil es um das Hard von morgen geht, in welchem sie leben werden. Dank der Unterstützung der Schulleitungen der Harder Mittelschulen Markt und Mittelweiherburg sowie der OJA Hard konnten bereits mehr als 60 Schüler und Jugendliche für eine gemeinsame Projektarbeit gewonnen werden. Sie werden in Projektgruppen fachlich und pädagogisch betreut und unterstützt, sich in ihrer Sprache und mit ihren Anliegen Gehör zu verschaffen.
  4. Die Harderinnen und Harder – sie werden zu einem großen Beteiligungstag eingeladen, bei dem in moderierten und fachlich begleiteten Ideenwerkstätten im Rahmen eines sogenannten „Open Space“ konkrete Gestaltungsaufgaben diskutieren werden. Dabei wird nicht entschieden, wie die Zukunft aussehen wird. Vielmehr geht es darum, die zur Gestaltung vorliegenden, alternativen Vorschläge zu prüfen, Argumente für und gegen deren Umsetzung zu sammeln und Empfehlungen auszusprechen.
  5. Potenzielle Projektpartner, die an der Umsetzung von einzelnen Projekten direkt (z.B. mit Investitionen) mitwirken möchten. Sie werden auf der Grundlage der Empfehlungen der Bürger zu konkreten Projekten eingeladen werden.
  6. Die Gemeindevertretung von Hard – sie trifft in ihrer Verantwortung als gewähltes, demokratisches Gremium letztlich die Entscheidung über die räumliche Entwicklung im Hafenquartier.

Vor dem Beschluss des räumlichen Entwicklungsplans durch die Gemeindevertretung werden die Inhalte den Bürgern von der Harder Expertengruppe präsentiert und es werden die Vorschläge sowie Verwerfungen begründet. Es besteht somit ein weiteres Mal die Möglichkeit, sich einzubringen.

Bürgerbeteiligung gelingt vor allem dann, wenn die Bürger als informierte Öffentlichkeit und bei fachlicher Moderation planerisch mitwirken und dabei je nach Nähe und Projektzugang einbezogen werden. Trotz dieser umfassenden Überlegungen können selbst solche intensiven Verhandlungsverfahren die unterschiedlichen Interessen nicht immer ganz ausgleichen. Die Verantwortlichen hoffen dennoch auf verantwortungsvolle Diskussionen und Beiträge im Sinne einer prosperierenden, nachhaltigen Entwicklung des Hafenquartiers in Hard.

Workshop der Harder Expertengruppe mit internationalen Planungsteams

Die am Entwicklungsprozess zum Leben am See beteiligte Expertengruppe traf sich am 22. Februar 2018 erstmals zu einem gemeinsamen Workshop im Gemeindeamt Hard. Dabei wurden die Experten in ihrer Arbeit zum Hafenquartier von morgen von jenen Gestaltungsbüros unterstützt, welche bereits Anfang des Jahres Hard bereisten: Urban Agency, Dow Jones Architects, Snøhetta und Avanto Architects, (siehe auch: „Internationale Büros zu Gast: Zukunftsbilder für Hard gesucht“).

Expertengruppe

 

Innerhalb des Experten-Workshops präsentierten die Spezialisten der international renommierten Architekturbüros ihre Ideen und diskutierten mögliche Zukunftsbilder für die Hafenentwicklung. Die Harder Expertengruppe wird den gesamten Planungsprozess führen.

Ziel des gesamten Prozesses ist ein kraftvolles und ganzheitliches Zukunftsbild für das Harder Hafenquartier, welches die wesentlichen Interessen für das gemeinsame Leben am See verbindendet. Zukünftig können dann entsprechend den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Gemeinde schrittweise einzelne, konkrete und realisierbare Projekte von diesem Zukunftsbild abgeleitet und umgesetzt werden. Hard mit seinen höchstwertigen Natur- und Naherholungsräumen direkt am See wahrt so das Potenzial und seine Chancen für die Zukunft in der Region Rheintal und am Bodensee.

 

Die Harder Expertengruppe

Der Prozess zur Hafenentwicklung Hard ist durch mehrere Phasen und unterschiedliche Stufen der Beteiligung charakterisiert. Gezielt wird dabei die jeweilige Expertise der verschiedenen Prozessteilnehmer in ausgewählten Beteiligungsformaten miteinbezogen. Eine dieser Gruppen ist die Harder Expertengruppe, die sich zu bestimmten Phasen im Prozess trifft. Ihr Auftrag ist es, den gesamten Planungsprozess zu führen und der Gemeindevertretung einen Gestaltungsplan zum Beschluss vorzulegen.

Wer sitzt in der Expertengruppe?

Diese besteht hauptsächlich aus fachlich qualifizierten Vertreterinnen und Vertretern entsprechender Fachabteilungen und Institutionen der Gemeinde bzw. des Landes, die mit dem Hafen verbunden sind bzw. die mit fachlicher Gestaltungsexpertise und Hafenbezug ausgestattet sind. Beteiligt ist etwa die Raumplanung, das Baurecht, der Umweltausschuss oder der Gestaltungsbeirat von Hard genauso wie die Expertise der Abteilung Raumplanung und Baurecht des Landes Vorarlberg.

Expertengruppe

Mitglieder der Harder Expertengruppe (alphabetisch)

Barbara Brosenbauer (Abteilung Raumplanung Hard), Hannes Carraro (Leiter Bauhof Hard), Ulrich Grasmugg (Abteilung Raumplanung und Baurecht, Land Vorarlberg), Markus Gritschacher (Obmann, SUFA GmbH, Harald Köhlmeier (Bürgermeister), Markus Jäger (Obmann Umweltausschuss, Hard), Adolf Konstatzky (Hohentwiel Schifffahrts GmbH), Helmut Kuess (Masterplanung Hafenareal Hard), Erich Lindner (Geschäftsführung SUFA GmbH), Andreas Lunardon (Obmann, Hafen und Uferausschuss Hard), Thomas Rainer (Abteilung Baurecht, Hard), Thomas Thaler (Yachtclub Hard), Markus Thurnher (Mitglied Gestaltungsbeirat Hard), Martin Vergeiner (Amtsleiter, SUFA GmbH), Burkhard Wiedenbauer (Mitglied Hafen und Uferausschuss Hard), Sibylla Zech (Mitglied Gestaltungsbeirat Hard), Jürgen Zimmermann (Obmann, Museumsschiff Österreich GmbH)

Internationale Büros zu Gast: Zukunftsbilder für Hard gesucht

Im Rahmen des Beteiligungsprozesses waren am 8. und 9. Jänner 2018 Vertreterinnen und Vertreter von vier internationalen und renommierten Planungsbüros zu Gast in Hard. Deren Ziel war es, sich ein persönliches Bild von der Bodenseegemeinde, dem Hafenquartier im Speziellen und den Harderinnen und Hardern zu machen.

Gemeinsam mit Einheimischen erkundeten die angereisten SpezialistInnen der Büros Urban Agency, Dow Jones Architects, Snøhetta und Avanto Architects das Harder Hafengebiet, weitere ausgewählte Orte und Einrichtungen in Hard und erhielten Informationen und Auskünfte zu den örtlichen Gegebenheiten.

Gemeinwohl für künftige Generationen im Mittelpunkt

„Von den internationalen Gestaltungsbüros erwarte ich mir kraftvolle und mutige Visionen für das Hard von morgen. Gemeinsam mit den Harderinnen und Hardern werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um daraus ein realistisches und motivierendes Bild für das Hafenquartier von morgen zu machen und nach den gegebenen Möglichkeiten schrittweise umzusetzen. Darauf freue ich mich schon sehr“, so Bürgermeister Harald Köhlmeier.

Der nächste Schritt im Prozess: Aufbauend auf ihren gesammelten Eindrücken werden die Büros der Harder ExpertInnen-Gruppe Impulse geben und sie in der Erstellung von Zukunftsbildern für Hard und das Hafenquartier inspirieren.

Der Entwicklungsprozess: Von Hardern für Harder

Ein strukturierter, lebendiger und ergebnisoffener Prozess soll das Hard von morgen für nachfolgende Generationen gestalten. Hier die wichtigsten Schritte im Überblick:

  1. Zu Beginn des Jahres 2018 sind vier internationale Planungsbüros zu einer Besichtigung nach Hard gekommen, um sich vor Ort ein Bild vom Planungsgebiet und den Menschen zu machen.
  2. Aufbauend auf ihren Eindrücken entwicklen die Büros Impulse für die weitere Arbeit einer Harder ExpertInnen-Gruppe und unterstützen diese in der Erstellung von Zukunftsbildern. Die Expertengruppe setzt sich aus politischen Vertreterinnen und Vertretern, Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern der Marktgemeinde Hard sowie aus externen Fachleuten zusammen.
  3. Vor allem auch die Harder Jugendlichen sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen – unter dem Namen ‚#unserhard’ wird es für sie eine spezielle Möglichkeit geben, ihre Gedanken, Ideen und Vorschläge einzubringen. Gleichberechtigt mit den Planungsbüros sollen auch sie ihr eigenes Zukunftsbild erarbeiten.
  4. Und auch die Bürgerinnen und Bürger kommen als wichtiger Faktor ins Spiel. Die Harderinnen und Harder sind alle herzlich eingeladen, sich in sogenannten ‚Ideenwerkstätten’ ab Mai 2018 mit den verschiedenen Vorschlägen der Expertengruppe auseinander zu setzen. Ziel ist ein von den Harderinnen und Hardern mitgestaltetes Zukunftsbild für das Hafenquartier.
  5. Nach den Ideenwerkstätten geht der Ball zurück zu den Expertenteams. In einem weiteren Schritt werden dann alle Impulse zu einem umsetzungstauglichen Entwicklungskonzept für das Hafenquartier zusammengeführt. Entsprechend den Bedürfnissen und Möglichkeiten von Hard wird dieses schrittweise in Zukunft umgesetzt werden.